Marstrand im August 2026: Segelbegeisterte bezeichnen die zwischen 1933 und 1939 gebauten Mahagoni-Rennyachten als die schönsten Segelboote überhaupt. Es gibt weltweit weniger als 20 erhaltene Yachten aus dieser Zeit, die nach der dritten „12mR-Regel“ gebaut wurden, ein Dutzend davon werden noch aktiv gesegelt. Die Regel spielte eine wichtige Rolle bei den olympischen Spielen und bei Regatten wie dem America’s Cup. Acht dieser über 20 Meter langen Schönheiten haben sich für die diesjährige „12mR-Vintage“-Weltmeisterschaft in Marstrand angemeldet – und wir treffen zusammen mit ihnen am Anreisetag vor dem königlichen Yachtclub (s.o.) ein, können mit Crewmitgliedern schnacken und diese wunderbaren Schiffe bestaunen. Sie tragen die Flaggen von Schweden, Dänemark, Finnland, Norwegen, Deutschland und Großbritannien.








Wir beobachten die Crews der unterschiedlichen Länder mit ihren Eigenarten, wie sie Segel zur Vermessung schleppen, Rollvorstage gegen Drahtvorstage austauschen, letzte Reparaturen ausführen, Sponsorenflaggen antüdeln, alte Bekannte schulterklopfend begrüßen – und alles in allem die angespannt-festlich-stolze Stimmung ausstrahlen, wie sie am Vorabend eines großen Sportereignisses zu herrschen pflegt. Wer selbst segelt, wird auch die Detailkombinationen von alter Mahagoni- und Messingschönheit und aktuellen Hightechmaterialien bei Tauwerk, Rigg und Segeln spannend finden.











Unten: Am nächsten Tag beginnt das Training – dummerweise sind die Zwölfer so schnell, dass man sie von Land aus meist nur als kleine Punkte am Horizont zu sehen bekommt (s.u.: die britische Fica unmittelbar nach dem Segelsetzen). Da die meisten Zwölfer auch heute noch keinen eigenen Motor haben, bleibt aber viel Zeit, sie beim Hinaus- und Hineinschleppen in den Hafen zu beobachten.




