Marstrand war wieder bunt, laut, voll, teuer, windig, erlebnisreich und toll. Wir laufen durch den Albrektsundkanal (s.o.) aus und winken diesem besonderen Ort noch einmal zu. Da wir noch einen Tag Zeit haben, bevor wir auf Læsø sein wollen, könnten wir noch einen Göteborgbesuch einschieben. Machen wir diesmal nicht. Stattdessen suchen wir uns die kleine Insel Fotö vor Göteborg aus, die noch überschaubarer ist, als wir gedacht hatten.









Fotö ist mit einer Brücke (s. weiter unten) mit den größeren Nachbarn Hönö und Öckerö im Norden verbunden, an denen wir vorbeifahren. Öckerö steht für Reedereien, Seefahrt, Schiffbau, maritime Ausbildung: Wir passieren das „schwimmende Klassenzimmer“ T/S Gunilla (s.o.), das schwedische Äquivalent zur deutschen T/S Thor Heyerdahl oder zur niederländischen T/S Oosterschelde. Und ein Rettungsboot (s.u.), das vom gemeinnützigen Öckerö Maritime Center ausgesetzt worden war. Das ÖMC ist ein STCW-Ausbildungszentrum, das 1997 gegründet wurde, um die tödlichen Unfälle in der schwedischen Fischerei zu reduzieren – in demselben Jahr, in dem die Gunilla zum Segelschulschiff umgebaut wurde.






Oben: Das ist alles, was wir in diesem Jahr von Göteborg zu sehen bekommen. Unten: Fotö. Die kleine Insel wurde vor über 100 Jahren von der christlichen Erweckungsbewegung entdeckt. Hier bildete man Seeleute zur Mission aus, wovon eine evangelikale Ortsgemeinde (Sionförsamlingen) bis heute zeugt, die auch das Hafencafé „Bua“ in der alten Fischernetzwerkstatt betreibt. Die Zufahrt nach Fotö ist mal wieder supereng – kein Wunder, dass wir am Nachmittag fast das einzige fremde Boot hier sind. Wir genießen die Ruhe auf der vermutlich letzten schwedischen Insel dieses Törns.












