Nevlunghavn ist uns zu klein für den Aufenthalt über Nacht, zumal der Wind weiter zulegt. Für morgen und übermorgen wird Starkwind von 7 Beaufort vorhergesagt, so dass wir überlegen, wo wir das an dieser rauen Küste abwettern. Eines unserer im Voraus angestrebten Törnziele ist das vielgerühmte „Verdens Ende“ (= Ende der Welt), ein Naturhafen, der einen einigermaßen brauchbaren Schutz vor den (süd-)westlichen Starkwinden verspricht. Nach unserem extravaganten Fischessen in Nevlunghavn schaffen wir es aber heute nicht mehr dahin und so hangeln wir uns noch etwas an der Küste entlang und fahren den recht großen Hafen von Stavern an, wo wir die Nacht verbringen.

An der Hafeneinfahrt von Stavern begrüßen uns Reste der militärischen Nutzung dieses Hafens, der von 1677– 2002 einer der wichtigsten Marinestützpunkte an dieser Küste war. Heute ist es der größte Sportboothafen der Gegend und Stützpunkt der norwegischen Seenotrettung (s.u.). Kurz vor der Hafeneinfahrt kommt die Stavernsche „Minnehalle“ in den Blick – ein pyramidenförmiges begehbares Denkmal für die in den beiden Weltkriegen umgekommenen norwegischen Seeleute (s.o.).