7.9 Knoten – das ist nicht die Windgeschwindigkeit („schön wär’s“, sagt das wichtigste Crewmitglied), sondern SY Blue Laylas Topspeed am frühen Morgen. Der Wind frischt heute bis auf 7 Bft. (über 30kn) auf. Kein Problem, wenn da nur nicht diese vielen dusseligen Steine wären. Irgendwie wuseln wir uns unbeschadet durch die Felsen und Inselchen, von denen nicht wenige knapp unter der Wasserlinie liegen (s.u.). Wir erreichen das „Ende der Welt“ (Verdens Ende), einen Naturhafen auf 59° 03,5′ N. Das ist voraussichtlich der nördlichste Punkt unserer Reise.

„Verdens Ende“ war in früheren Zeiten ein Naturhafen für die Lotsenboote, die die gute Aussicht für ihre Suche nach Kundschaft nutzten. Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte der Tourismus diese Südspitze der Insel Tjøme, und spätestens mit dem Bau der Brücke 1932 wurden der Hafen, ein damals eröffnetes Restaurant und das rekonstruierte Wippfeuer (s.u.) ein Topausflugsziel der Osloer. Für sie ging es ab hier nicht mehr weiter, daher der Name – analog zu Finistère (Bretagne), Land’s End (Cornwall), Fin del mundo (Feuerland). Heute ist der Süden Tjømes ein Naturreservat mit jeder Menge Felsen, etwas Wald (inklusive Kunst), einer Reitanlage mit Pferden und Alpacas, einer eigenen Briefmarke, einem Briefkasten und viel frischer Luft.