Die Windmesswerte knacken die 40 Knoten-Grenze – und wir liegen schön eingekuschelt im Naturhafen „Verdens ende“, am Ende der Welt. Die meisten Motorboote treten am Sonntagnachmittag trotz des Windes den durch die Schären einigermaßen geschützten Rückweg nach Oslo an, eine Route, die uns mit 16,50m Masthöhe wegen der Brücke über den Røssesund verwehrt ist. Wir bleiben also noch, legen uns aber an einen der freigewordenen besser geschützten Plätze um. Das heißt: einmal An- und einmal Ablegen bei Starkwind = Hafenkinokönigsdisziplin mit vielen zuschauenden Sonntagstouristen und zum Lohn des geglückten Manövers eine neue Perspektive aus dem Cockpit auf diese wunderbare Schärenwelt. Am nächsten Tag scheint endlich wieder die Sonne und wir erkunden die Insel Tjøme.







Auf der Insel befand sich im zweiten Weltkrieg die Artilleriestellung Torås Fort, die den Eingang zum Oslofjord beschützen sollte. Tatsächlich hat man von den heute zugänglichen Geschützen eine traumhafte Rundumsicht auf Skagerrak und Inselwelt (windig ist es heute aber auch hier!).





Bei unseren Erkundungen stoßen wir auf einen Kletterwald (s.o.). Hangelvorrichtungen, Hängebrücken und allerlei abenteuerliche Hindernisse laden zwar zum Mitmachen ein – uns allerdings nicht. Und so kommt es gerade recht, dass plötzlich ein junger Hirsch aus dem Unterholz auftaucht, der alle Aufmerksamkeit auf sich zieht (Suchbild s. u.).

Schließlich sehen wir uns den Gästehafen Tjøme an, der zu einem sehr schönen Hotel gehört und einen Blick auf die Røssesundbro (mit ihren 12m Durchfahrthöhe) gewährt.


