Wir verlassen die Insel Anholt nach einem viel zu kurzen Aufenthalt, aber wir möchten gerne das Kattegatt überquert haben, bevor der angekündigte Starkwind einsetzt. Tatsächlich zeigt das Kattegatt heute jene Zähne nicht, die wir bei früheren Gelegenheiten schon unsanft zu spüren bekommen hatten. Wind und Welle sind noch zahmer als vorausgesagt, so dass wir die rund 60 Seemeilen bis Helsingør komfortabel zurücklegen können. Mittags wird sogar der Herd angeworfen und eine leckere Suppe fabriziert – das konnten wir hier auf der offenen See bisher nur selten.

Schließlich erleben wir das von dem berühmten Schloss (s.o.) überragte Helsingør an einem Freitagabend: Die Bars und Restaurants sind bei dem schönen Spätsommerwetter genauso proppevoll wie der Hafen, der von zahlreichen Wochenendyachten und -motorbooten aus Kopenhagen und Malmö frequentiert wird. Gut, dass SY Blue Layla so klein ist, so quetschen wir uns noch in eine übriggebliebene Lücke. Morgen früh geht es dann als Erstes durch die enge und strömungsreiche Einfahrt des Øresunds am Hamletschloss vorbei. Ziel: Malmö. 

Am nächsten Morgen will man lieber im Øresund als im Kattegatt sein: Der Himmel ist grau, der Wind legt zu, aber das geschützte Gewässer des Sunds sorgt für eine ruhige Fahrt weiter nach Süden. 

Oben: Wir werden von den Kreuzfahrtschiffen überholt, die zum Bettenwechsel nach Kopenhagen eilen. Unten: Ein mit massiven Granitfelsen beladener Schleppverband funkt uns an, wir einigen uns mit ihm auf ein gefahrloses gegenseitiges Passieren. Darunter: Die Insel Ven mitten im Sund.

Malmö. Angekommen in der Großstadt.