Frühmorgens wagen wir uns unter der westlichen Storebaeltsbroen durch (s.o. links im Bild). Fast alle Segmente dieser Brücke sind zu dicht über dem Wasser, so dass SY Blue Layla nicht darunter hindurch passen würde; zwei Durchfahrten gibt es, bei denen wir laut Seekarte noch mindestens 1 Meter Platz zwischen Mastspitze und Beton haben sollten – vorausgesetzt, wir segeln genau unterhalb der Mitte des Bogens. Es passt, obwohl es überhaupt nicht danach aussieht – und wir sind nun endgültig wach. Danach geht es bei zahmen Bedingungen weiter in Richtung Norden. 

Nach rund 30 Seemeilen Schönwettersegelns kommt die Insel Samsø in Sicht. Sie ist eines unserer Törnziele, auch wenn wir von einem früheren Besuch wissen, wie beliebt und entsprechend gut gefüllt der Hafen Ballen ist, den wir trotzdem ansteuern. Als wir ankommen, sind natürlich alle regulären Plätze belegt, aber wir bänseln uns an eine kleine Hallberg-Rassy, die kurz vor uns etwas abenteuerlich außen an einem Stegende festgemacht hatte. Jetzt ist der Hafen voll (s.u.). Alas, nach uns kommen noch Dutzende andere Boote und finden auch noch irgendwelche Dalben oder Klampen, an denen sie sich mit tatkrätiger Hilfe festtüteln können. Wir sind wieder einmal begeistert vom Einfallsreichtum und der Hilfsbereitschaft unserer Segelcommunity.